Fahrradrahmen – Diese Unterschiede gibt es

Fahrradrahmen mit Bezeichnung der unterschiedlichen Rahmenrohre

Unterschiedliche Fahrräder haben unterschiedliche Fahrradrahmen. Jeder der einmal ein Cityrad mit einem Rennrad verglichen hat, wird dies bemerkt haben. Es gibt unterschiedliche Rahmentypen für unterschiedliche Fahrradtypen und Anforderungen. Hier möchten wir die unterschiedlichen Fahrradrahmen vorstellen und einen kleinen Überblick dazu geben, welcher Radtyp welchen Rahmen hat und wo die Vor- und Nachteile liegen.

Der Fahrradrahmen ist das Herzstück eines Fahrrads. An ihm sind alle wichtigen Bauteile des Rads montiert. Der Rahmen selbst wird dabei in unterschiedliche Bereiche unterteilt: Sattelrohr (1), Hinterbau (2), Oberrohr (3) (je nach Rahmentyp), Steuerrohr (4), Unterrohr (5) und das Tretlagergehäuse (6).

Unterschiedliche Rahmenformen

Dies sind die bekanntesten Rahmenformen die einem im Alltag begegnen können:

  • Diamantrahme (Trapezrahmen)
  • Mixte-Rahmen
  • Waverahmen
  • Tiefdurchsteiger
  • Sloping-Rahmen
  • Y-Rahmen
  • Fachwerkrahmen

Sloping-Rahmen sind für Trekkingbikes und Mountainsbikes entwickelt worden, sie zeichnen sich durch ein nach hinten abfallendes Oberrohr aus.

Kalkhoff Endeavour XT 30-G Trekkingrad

Waverahmen und Tiefdurchsteiger findet man oft bei Damenrädern wieder. Hier wird auf ein Oberrohr verzichtet, das Unterrohr ist dafür dicker und die Dame kann auch mit einem Rock bequem auf das Fahrrad steigen. Hierbei kann es vorkommen, dass das Material im tiefsten Punkt ermüdet und der Rahmen sich verbiegen und bei besonders schwerer Belastung auch brechen kann.

Diamantrahmen findet man bei klassischen Herrenrädern wie z.B. beim Hersteller Gazelle. Hier ist das Oberrohr waagerecht. Der Diamantrahmen bildet mit den stabilsten Fahrradrahmen.

Gazelle Herrenrad mit Diamantrahmen

Unterschiedliche Materialien beim Fahrradrahmen

  • Der klassische und herkömmliche Rahmen besteht aus Eisen, ist demnach etwas schwerer und sehr robust. Eisen hingegen federt nicht ganz so gut wie andere Materialien und hat eine eher starre Eigenschaft.
  • Aluminium ist im Vergleich zum Eisen leichter und rostet nicht. Um dieselbe Stabilität wie mit einem Eisenrahmen zu erreichen, müssen die Aluminiumrohre beim Alu-Rahmen dicker sein.
  • Fahrradrahmen aus Carbon – Diese Rahmen sind sehr leicht und können bis zu einem gewissen Grad an Belastung, sehr gut Unebenheiten vom Boden abfedern. Carbon-Rahmen finden oft im Radsportbereich ihren Einsatz.
  • Fahrradrahmen aus Bambus – Innovativ und sehr umweltfreundlich sind die Fahrradrahmen aus Bambus. Hierbei wird meist auf eine Diamant-Rahmen-Form gesetzt. Neben Bambus gibt es auch Eigenbauten aus Holz.

Aufgaben vom Fahrradrahmen

Die Aufgaben vom Fahrradrahmen sind unterschiedlich. Er dient einerseits als Grundkonstruktion zur Befestigung aller Bauteile wie die Gabel, die Räder, Gepäckträger, Flaschenhalter und den Fahrradsattel über die Sattelstütze. Der Fahrradrahmen ist auch dafür zuständig Kräfte aufzufangen die beim Fahrradfahren entstehen. Dies geht nur, wenn das Maximalgewicht des Fahrers inkl. der Anbauteile nicht die maximale Zuladung des Rahmens übersteigt.

Neben den unterschiedlichen Bauarten unterscheiden sich die Rahmen auch in der Rahmenhöhe. Jeder Fahrradfahrer sollte vor dem Kauf eines Fahrrads die richtige Rahmenhöhe ausrechnen.

Gerade bei E-Bikes und Pedelecs ist auf ein verstärkter Rahmen zu achten. Möchte man das eigene Fahrrad mit einem Pedelec Umbausatz nachrüsten, sollte darauf unbedingt geachtet werden. Im E-Bike Test erkennt man schnell die Verstrebung oberhalb des Tretlagers

– Dies ist ein dynamischer Beitrag der um weitere Bilder von unterschiedlichen Rahmen erweitert wird –

Youtube Kanal von Fahrradmagazin