Die richtige Rahmenhöhe berechnen

Gazelle Herrenrad mit Diamantrahmen

Ein neues Fahrrad soll es sein, auch ich möchte mir dieses Jahr ein neues Fahrrad holen, einfach kaufen kann jedoch zum Problem werden. Ein Detail ist z.B. die richtige Rahmenhöhe. Die Rahmenhöhe am Fahrrad – auch als Rahmengröße bezeichnet – bezeichnet die Entfernung von der Mitte des Tretlagers zum Ende des Sattelrohrs. Abhängig von der eigenen Körpergröße, beziehungsweise der Schrittlänge, müssen Radfahrer die richtige Rahmenhöhe berechnen. Im deutschen, italienischen sowie französischen Bereich hat sich hierfür die Angabe in Zentimetern durchgesetzt, international geht der Trend hingegen zu Zollangaben. Dies macht es den Herstellern möglich, die Rahmengrößen in weniger feinen Abstufungen anzugeben.

Die Beinlänge sowie die Schritthöhe sind für die Wahl der perfekten Rahmengröße entscheidend. Um diese zu ermitteln ist eine einfache und schnelle, aber dennoch genaue Messung erforderlich. Hierfür reicht das Messband aus Muttis Nähkasten.

So kann man die richtige Rahmenhöhe berechnen

Um die richtige Rahmenhöhe für’s Fahrrad zu berechnen, wird zunächst einmal die Länge des Schritts gemessen, also der Abstand vom Fußboden bis zwischen den Beinen. Dabei sollte möglichst gerade und bis so weit oben zwischen den Beinen gemessen werden wie es möglich ist. Als kleine Hilfestellung kann eine Wasserwaage zwischen die Beine gehalten werden und mit einem Maßband dann vom Boden bis zur Wasserwaage die Schritthöhe ermittelt werden. In jedem Fall sollte man für die Messung Schuhe und Hose ausziehen, so wird das Ergebnis möglichst genau.

Verschiedene Rahmenhöhen für unterschiedliche Fahrräder

Nun ist entscheidend für was für ein Fahrrad die Rahmenhöhe ermittelt werden soll. Abhängig davon muss der gemessene Wert der Schrittlänge in Zentimetern mit den speziellen Angaben für den jeweiligen Fahrradtypen multipliziert werden. Für ein klassisches Cityrad liegt der zu multiplizierende Wert beispielsweise bei 0,66. Für andere Fahrradtypen liegen die Werte wie folgt:

  • Mountainbike  – 0,574
  • Rennrad – 0,665

Liegt der ermittelte Wert zwischen zwei Rahmenhöhen, so entscheiden sich sportliche Radfahrer für den kleineren Rahmen. Fahrer, die eher lange Touren fahren möchten, entscheiden sich für den größeren Rahmen. Um den errechneten Wert in Zoll umzurechnen – beispielsweise dann, wenn die Rahmengröße nur in Zoll angegeben ist – wird der Wert mit 0,3937 multipliziert.

Alternativ kann die Messung der benötigten Rahmenhöhe auch über die Körpergröße erfolgen. Diese Variante ist allerdings weniger genau und daher lediglich die zweite Wahl. Übrigens gibt es keine Unterschiede für die Ermittlung der optimalen Rahmenhöhe für Männer und Frauen. Da die Schrittlänge (oder Körpergröße) herangezogen wird, ist das Ergebnis in jedem Fall individuell auf den Fahrer oder die Fahrerin zugeschnitten.

Wer es sich einfach machen möchte, nutzt einfach den Rahmenhöhenrechner:

Fahrradrahmen mit Markierung

Die falsche Rahmenhöhe sorgt für Schmerzen und ist ungesund

Für das Fahren von längeren Strecken mit dem Fahrrad ist der Aufbau von Körperspannung enorm wichtig. Aus diesem Grund ist auch die richtige Rahmengröße von großer Bedeutung. Wird diese falsch berechnet oder gewählt, kann dies gesundheitliche Probleme zur Folge haben. Oftmals sind es Probleme mit dem Rücken oder mit der Beinmuskulatur, die genannt werden, wenn es um eine falsche Rahmenhöhe geht. Auch wird das Radfahren auf einem Fahrrad mit zu kleinem oder zu großem Rahmen zur Qual und bringt wenig bis überhaupt keinen Spaß (mehr). Dies kann über kurz oder lang nicht nur zu Schmerzen führen, sondern auch langfristige orthopädische Schäden bedeuten. Aus diesem Grund sollte die Rahmenhöhe vor dem Fahrradkauf exakt und genau gemessen und berechnet werden.


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