E-Bike Test – Darauf sollte man vor dem Kauf achten

E-Bike Test - Worauf man vor dem Kauf achten sollte

Der Kauf eines E-Bikes ist nicht einfach und sollte nicht unüberlegt stattfinden. Damit man auch das für sich passende Elektrofahrrad kauft, sollte man vor dem Kauf ein paar Dinge beachten und die Fahrräder aus dem E-Bike Test miteinander vergleichen. Dieser Ratgeber soll dabei auf die wichtigsten Faktoren vor dem Kauf eingehen. Thema wird sein: Die Antriebsart, der Akku, die technischen Bauteile vom E-Bike, die Reichweite und das Gewicht.

Verschiedene Antriebsarten beim E-Bike Test

Der Antrieb ist bei einem E-Bike das Herzstück. Es wird zwischen dabei unter zwei Antriebsarten unterschieden.

  • Klassisch und angefangen hat alles mit dem Vorderradmotor bzw. mit dem Nabenmotor. Der Nabenmotor kann sowohl im Vorder- als auch im Hinterrad verbaut werden. In der Motoreinheit befindet sich meist ein Planetengetriebe, dies ist im Normalfall wartungsfrei.

Nabenmotor im Vorderrad am Elektrofahrrad

  • Neben dem Nabenmotor gibt es noch den weit verbreiteten Mittelmotor bzw. Tretlagermotor. Hierbei wird der Motor am Tretlager montiert und überträgt seine Kraft direkt auf die Fahrradkette.

Tretlagermotor am Kreidler Vitality Elite von Bosch

Vor- und Nachteile der Antriebsarten

Beide Antriebsarten haben ihre Vor- und Nachteile. Während der Vorderradmotor einfach als Bausatz nachzurüsten ist, kann es durchaus zu Beeinträchtigungen beim Schwerpunkt kommen. Der Tretlagermotor verlagert den Schwerpunkt positiv nach unten, die Kette leidet jedoch unter einem höheren Verschleiß. Sowohl der Nabenmotor als auch der Tretlagermotor wirken Tretunterstützend.

Der bekannteste Tretlagerantrieb stellt Bosch her, der Hersteller hat sich dabei auf dem Elektrofahrrad- und Pedelec-Markt etabliert.

Motorleistung im E-Bike Test miteinander vergleichen

Wie fast überall, gibt es auch bei E-Bikes Bestimmungen und Vorschriften. Der Motor darf nicht mehr als 250 Watt Leistung erbringen. Macht er es doch, muss man das Fahrrad mit einem Versicherungskennzeichnen bestücken. Dazu sollte man darauf achten, dass man die Elektrofahrräder aus dem E-Bike Test auf eine einheitliche Motorleistung vergleicht. Mit gleicher Motorleistung und unterschiedlichen Akkus ergibt sich durchaus eine andere Reichweite.

Alles über 250 Watt Leistung ist ein S-Pedelec. Es ist durchaus legitim ein solches Bike zu kaufen und zu fahren, hier gelten jedoch die Bestimmungen und Vorschriften für Mofas und Roller. Hinweis: Das E-Bike darf nur fahren, wenn eine Tretbewegung vom Fahrradfahrer ausgeübt wird, da es sich hierbei um eine Tretunterstützung handelt.

Hat das E-Bike eine Gangschaltung?

Welche Art Gangschaltung ist verbaut? Vergleichen Sie nur Nabenschaltungen mit anderen Nabenschaltungen und Kettenschaltungen mit Kettenschaltungen. Die einzelnen Bauteile der Schaltgruppen unterscheiden sich von Hersteller zu Hersteller in der Qualität. Eine Kettenschaltung benötigt z.B. eine regelmäßige Reinigung und Wartung. Im Stadtbereich kommen Sie mit einer 7-Gang Nabenschaltung meist aus, wohnen Sie hingegen in einem bergigen Bereich, sollte Sie sich eine Kettenschaltung aussuchen.

Akkulaufzeit vergleichen & vergleichbar machen (Wh / Ah)

Der Akku ist in Kombination mit dem Motor und dem Einsatzgebiet des E-Bikes für die Reichweite des Pedelecs verantwortlich. Die Akkuleistung wird dabei in Amperestunden (Ah) oder Wattstunden (Wh). Vergleicht man den Akku, sollte man unbedingt darauf achten, dass man diese Werte nicht verwechselt, da sonst die Leistung der Akkus nicht vergleichbar ist. Neben der Kapazität spielt auch die Ladedauer eine Rolle. Man kann grob sagen, je mehr Akkukapazität vorliegt umso länger dauert es den Akku vollständig zu laden.

Akku vom Pedelec Kreidler Vitality mit 8Ah Leistung und einer Ladeanzeige

Gewicht für den Transport mit einem Fahrradträger beachten

Wer mit seinem E-Bike in den Urlaub fahren möchte, der sollte auch auf das Gesamtgewicht achten. 25kg bis 30 kg sind keine Seltenheit. Zwei E-Bikes können somit schnell 50-60 kg kommen. Ein normaler Fahrradträger kann dabei schon an seine Grenzen kommen. Es empfiehlt sich den Akku aus dem Fahrrad zu nehmen um Gewicht zu sparen. Neben dem Akku sollten auch andere, lockere Anbauteile abgenommen werden.

E-Bike Test - E-Bike auf einem Fahrradträger

Ist der Akku einmal leer und muss das E-Bike nur mit Muskelkraft bewegt werden, machen sich zusätzliche Kilos ebenfalls bemerkbar. Hierbei ist es dann wichtig, dass die anderen Bauteile am Fahrrad hochwertig und leicht sind.

Bauteile und Zubehör im E-Bike Test

Geschwindigkeiten bis zu 25 km/h bedürfen gute Bremsen. Im Idealfall setzt man auf Scheibenbremsen oder Rollerbrakes. Durch das erhöhte Gewicht und die höheren Geschwindigkeiten wird der Bremsweg länger. Die Fahrradbremsen sollten demnach auch für E-Bikes ausgelegt sein und eine entsprechend hohe Bremskraft aufweisen. Besonders wichtig ist dieser Aspekt, wenn man ein vorhandenes Fahrrad mit einem Pedelec Umbausatz nachrüstet.

Rollerbrakes Shimano

Der Rahmen sollte ausreichend dicke Rohre haben, auch die Fahrradgabel sollte der höheren Belastung standhalten.

Besonders wichtig sind dabei:

  • Ein stabiler Rahmen
  • Und gute Bremsen
  • Die Beleuchtung am E-Bike

Achten Sie darauf, dass Sie eine autark funktionierende Fahrradbeleuchtung haben. Sollte der Akku einmal leer oder Sie ohne Akku unterwegs sein, ist es zwingend erforderlich, dass die Fahrradbeleuchtung funktioniert. Im Idealfall ist hierbei ein Nabendynamo verbaut.

Nabendynamo in Vorderrad

Fassen wir einmal zusammen, achten Sie bei Vergleichen von E-Bikes auf:

  • Die Akkukapazität und Ladezeit
  • Die Reichweite
  • Das Gewicht
  • Die Antriebsart
  • Die Motorleistung
  • Die Bereifung am Rad

Nur wenn alle Werte in gleicher Maßeinheit angegeben sind, können diese für einen E-Bike Test oder Vergleich herangezogen werden.

Mit dem E-Bike zum Service

Da ein E-Bike auch zum Service muss und eine regelmäßige Wartung braucht, sollte man sich vor dem Kauf über die Servicegebühren und Preise für bekannte Verschleißteile informieren. Was kostet z.B. ein neuer Lithium Ionen Akku?

Sparen kann, wer sich ein Modell aus dem Vorjahr zulegt. Da die Akkus und die Steuereinheiten mit einer Software gesteuert werden, können Updates auf aktuelle Firmware-Software durchaus Verbesserungen mitbringen und das E-Bike effizienter fahren lassen.

Verschiedene Fahrradtypen als E-Bike

Neben dem klassischen Cityrad mit Elektromotor, bekommt man auch Mountainbikes, Trekkingräder und Klappfahrräder mit Elektroantrieb.

Je nach Einsatzgebiet sollte man sich für eine Rahmenform und einen Fahrradtyp entscheiden. Wer viel in der Stadt und mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt, der sollte sich die Ebikes mit einem Diamant-Rahmen oder einen Tiefeinsteiger ansehen. Der Diamantrahmen hat dabei mit eine der stabilsten Statiken.

HerstellerModellAntriebPreis abAnbieter
BikeTecFlyerMittelmotorn/a
KreidlerVitalityMittelmotor1999Amazon

Zusätzliche Anschaffungen zum Elektrofahrrad

Neben dem Kauf eines E-Bikes empfehlen wir auch die Anschaffung eines Fahrradhelms, hier kann man auf die Ergebnisse aus dem Fahrradhelm Test zurückgreifen. Parallel dazu sollte man sich ein sicheres Fahrradschloss zulegen und prüfen, ob die eigene Hausratversicherung / Fahrradversicherung das neue Elektrogefährt im Fall eines Diebstahls absichert.


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